Geschichte

 

Chronik der

Freiwillige Feuerwehr Ederlsdorf

1881 – 2013

 

1871 Geschichtliche Entwicklung

Im Jahr 1871 – also schon zehn Jahre vor der Feuerwehrgründung  in Ederlsdorf –  beschäftigte sich die Gemeinde Ederlsdorf mit dem Feuerwehrwesen.

Im Protokollbuch der Gemeinde Ederlsdorf von 1871 steht folgender Beschluss:

„Da im hiesigen Gemeindebezirk und zwar in der Passauer mechanischen Papierfabrik an der Erlau ohnehin schon eine gute Feuerspritze sich befindet und die dortige Direktion sich bereit erklärt, gegen eine Entschädigungssumme von 100 Gulden  diese Feuerspritze als Gemeindeeigentum zu erklären, so wird einstimmig beschlossen, von den schon 300 Gulden, 100 Gulden zu diesem Zweck an die Direktion der Papierfabrik auszubezahlen.“

Dieser Beschluss vom 20. November 1871 ist recht auf-schlussreich. Einerseits hoffte man wohl, mit der durch  Ederlsdorfer Bürger verstärkten Erlauer Feuerwehr und mit der angekauften Spritze, für den gemeindlichen Brandschutz ausreichend vorgesorgt zu haben. Andererseits deutet die Bewilligung von 300 Gulden aus Gemeindemitteln darauf hin, dass ursprünglich geplant war, für Ederlsdorf, das heißt, für die über dem Donautal gelegenen Ortschaften der Gemeinde, eine Spritze zu erwerben. Aber die billigere Lösung war wohl zu verlockend gewesen.

Auf Grund der besonderen geographischen  Situation in der Gemeinde Ederlsdorf war die Gründung einer zweiten Feuerwehr in Ederlsdorf wegen der nachstehenden Erfahrungen jedoch unausbleiblich.

Entscheidungsgründe waren:

  • Erlau an der Donau, die übrigen Orte der Gemeinde Ederlsdorf jedoch 250 m über dem Donautal gelegen
  • eine Straßenverbindung als steilen Hohlweg
  • die mittlere Fahrzeit mit Pferdegespann von gut 1 Stunde
  • Lange Alarmierungszeit durch Laufbote

1881 Gründung

Die Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf schlug 1881. Leider sind darüber keine Originalnachweise mehr zu finden. Wie mündlich überliefert ist, wurden die 16 Namen erst anlässlich des 50-jährigen Gründungsfestes 1931 aus dem Gedächtnis niedergeschrieben. Zu dieser Zeit lebten noch sechs Gründungsmitglieder. Dass die Zahl 16 viel zu niedrig war, geht aus dem Jahresbericht über die freiwilligen Feuerwehren des Kreisverbandes Niederbayern vom Jahre 1924 hervor, der sich im Staatsarchiv in Landshut befindet. Danach wurde die Freiwillige Feuerwehr Ederlsdorf mit 50 Mitgliedern gegründet. Diese Zahl entspricht fast genau der Zahl der damaligen Hausnummern, so dass als sicher gelten kann, dass im Schnitt jedes Haus einen Feuerwehrmann stellte.

Erster Feuerwehrhauptmann war der 25-jährige Josef Hofmann aus Leopoldsdorf.

Namentlich bekannte Gründungsmitglieder waren:

Bauer Johann Matzenberg 32
Bauer Karl Hötzmannsöd 27
Bauer Martin Rackling 43
Eichberger Jakob Ederlsdorf 17
Florian Alois Haar 21 ½
Hofmann Josef Leopoldsdorf 1
Höpfl Friedrich Rackling 44
Höpfl Johann Steinöd 50
Krininnger Johann Grub 7
Maier Peter Rackling
Meier Andreas Leopoldsdorf 3
Meier Stefan Rackling
Mitterbauer Michael Leopoldsdorf 1½
Pelzeder Matthias Haar 18
Reischl Frnaz Nottau 28
Unfried Josef Matzenberg 31

Die Gründungspioniere begannen mit einer einfachen handbetriebenen Druckpumpe, welche noch keine Saugvorrichtung besaß. Das Löschwasser musste mit Eimern herbeigeschafft und in den Wasserbehälter gefüllt werden. Der Gruppenführer der Spritzenmannschaft hatte die Aufgabe Wasserquellen  zu definieren, die Wasserreihen zu regulieren, die Pumpmannschaft zu überwachen und für deren zeitweise Ablösung zu sorgen.

1883 Erste Satzung

Am 02. September 1883 hatte die Wehr eine Satzung mit Dienstvorschriften erlassen.

Satzung-1881

1908 Erste Saug- und Druckpumpe

Im Jahre 1908, also 27 Jahre nach der Gründung der Feuerwehr, wurde eine handbetriebene und pferdebespannte Saug- und Druckpumpe von der Firma Feuerlöschgeräte & Maschinenfabrik vorm. Justus Christian Braun AG Nürnberg, Fabrik Nr. 8372,  angeschafft.

Diese zweite Spritzengeneration war gewiss ein Fortschritt, jedoch ging noch alles mit Muskelkraft.

8 Männer: 4 rechts und 4 links, mussten gleichzeitig die Druckstangen bedienen. Ließen die Kräfte nach, dann erreichte auch der Wasserstrahl das Feuer nicht mehr. Zur Bekämpfung eines Großbrandes waren diese Feuerwehrspritzen meist zu schwach, aber man konnte immerhin benachbarte Gebäude nass und kühl halten, so dass sie nicht auch noch ein Raub der Flammen wurden. Diese Spritze kam 1911 erstmals zum Einsatz bei einem Großbrand in Pfaffenreuth.

Die erste Spritze befindet sich heute im Feuerwehrhaus in Nottau und wurde zum 125-jährigen Gründungsfest unter der Federführung der Racklinger Feuerwehrmänner Atzinger Werner, Bauer Josef, Leithenmüller Franz, Kirchberger Christian sowie Kainz Josef jun. (Ödstadl) grundlegend restauriert. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Leithenmüller Franz sen., Hell Harald, Böhmisch Jürgen, Hofmann Matthias, Reicherstorfer Thomas, Ranamüller Felix, Bauer Johannes und Müller Theo. Die Pumpe wurde komplett in ihre Einzelteile zerlegt, abgeschliffen und in mühevoller Kleinarbeit wieder neu lackiert und aufpoliert. Somit präsentiert sie sich heute als echtes, voll funktionsfähiges Schmuckstück, das jederzeit einsatzfähig wäre. Insgesamt wurden von der Arbeitsgruppe dafür rund 300 Stunden geleistet. Nach Abschluss der Arbeiten gab es eine kleine Feier, bei der 1. Kommandant Johann Bauer und 2. Vorstand Ludwig Prügl mit großer Begeisterung die Leistungen würdigten.

Beim Kirchen- und Festzug am Sonntag, 28.05.2006 wird die Spritze von einem Pferdegespann gezogen und zu bestaunen sein. Die Spritze wurde von der Ederlsdorfer Wehr bis 1948 eingesetzt.

1924 Einsatz

Im August 1924 kam die erste Saug- und Druckpumpe erneut zum Einsatz als in einer Nacht im Gemeindebereich Ederlsdorf ein Brandstifter sein Unwesen trieb. Er entzündete nacheinander folgende Höfe: Mitterbauer Ludwig (Hundsruck), Meisinger Mathias und Josef Pfell ( Ederlsdorf). Der Versuch, auch noch den Hof von Josef Meisinger (Ederlsdorf) anzuzünden, scheiterte. Nach seiner Festnahme gab er zu Protokoll, dass er das flammende Inferno von der Haarer Kapelle aus beobachtete.

1931 50-jähriges Gründungsfest mit 1. Fahnenweihe

Es änderte sich nichts bis zum 50-jährigen Gründungsfest am 14. Juni 1931 mit erster Fahnenweihe in Obernzell. Im Rahmen des Festgottesdienstes in Obernzell gab Herr Dekan Wimmer der ersten Fahne mit dem hl. Florian als Patron die kirchliche Weihe. Die Festrede hielt damals der hochgeschätzte Lehrer, Ehren-bürger und Heimatdichter Max Matheis, welcher 1984 ver-starb. Als Fahnenmutter konnte Therese Jung vom Jung-Hof in Haar gewonnen werden. Die damaligen Führungskräfte um Vorstand Ludwig Prügl, (Bauer in Matzenberg) und Feuerwehrhauptmann Josef Un-fried, (Bauer in Matzenberg) waren für die Organisation zuständig. Auf dem Nachhauseweg traf man sich noch zu nachfolgender Gruppenaufnahme auf dem Prügl-Hof in Matzenberg.

Gruppenaufnahme

1931 Stationierung der alten Druckpumpe in Rackling

Da in der Brandbekämpfung die ersten Minuten die entschei-denden sind, stationierte man die alte Druckpumpe der Grün-derzeit in der größten Ortschaft der Gemeinde Ederlsdorf in Rackling. Die Bitte der Racklinger im August 1933 die Baukosten für ein neues Feuerwehrhaus in Rackling zu übernehmen, konnte die Gemeinde Ederlsdorf aus finanziellen Gründen nicht erfüllen.

1947/ 1948 Anschaffung einer Motortragkraftspritze

Eine Art Rüstungswettlauf gegen das Feuer begann nach dem 2. Weltkrieg. Am 30. Juni 1947 beschloss der Gemeinderat unter Bürgermeister Jung von Haar die sofortige Beschaffung einer Motorspritze, welche in Nottau stationiert werden sollte. Die erste Motortragkraftspritze wurde aber erst nach der im Juni 1948 erfolgten Währungsreform geliefert. Es handelte sich dabei um eine gebrauchte Spritze, für die in Eigenregie ein Anhänger fabriziert wurde. Der Anhänger mit Spritze wurde entweder mit einem Pferdegespann oder mit einem der ersten Traktoren zum Einsatzort gefahren.

1950 Verbesserung der Ausbildung, Infrastruktur und Löschwasserversorgung

Die Feuerwehr beschloss in der Generalversammlung vom 06. Januar 1950, die Ausbildung der Mitglieder an der Motortragkraft-spritze zu verstärken.Am 23. Juni 1950 wurden die jeweiligen Ortsführer beauftragt für den ordnungsgemäßen Zustand der Feuerlöschteiche zu sorgen. Im Sommer 1950 wurde ferner beim Feuerwehrhaus in Nottau ein Schlauchturm gebaut. Schließlich beantragte die Gemeinde im November 1950 die Einrichtung einer öffentlichen Telefonstelle in Rackling sowie einen Telefonanschluss für das Schulhaus in Erlau.Durch diese Verbesserungen der Infrastruktur konnte insbesondere eine schnelle Alarmierung sichergestellt werden. Nebenher liefen in der Gemeinde mehrere Weginstandsetzungsmaßnahmen zur Verbesserung der Verkehrs-verhältnisse.

1952 / 1953 Anschaffung einer fabrikneuen Motorspritze

Die erste Motorspritze war bei einem Probelauf im Februar 1952 kaputtgegangen. Eine Reparatur lohnte sich nicht mehr. Im November 1953 konnte durch Herrn Kühnlenz die fabrikneue Motorspritze übergeben werden. Die Mannschaft wurde im Rahmen einer Übung in Rackling eingewiesen. Zudem wurde ein spezieller Vierradanhänger zum Transport der Spritze gekauft. Von den Gesamtkosten von 3.440,00 DM wurde seinerzeit mehr als die Hälfte durch eine Haussammlung aufgebracht. Am 30. Mai 1954 wurde die Motorspritze im Rahmen der allgemei-nen Fahrzeugweihe der Gemeinde Ederlsdorf geweiht. Die Weihe nahm Pfarrer Adam Gensheimer aus Obernzell vor. Es waren dazu auch die umliegenden Feuerwehren gekommen. Im Anschluss feierte man im Bierzelt in Rackling. Festredner war Ehrenkom-mandant Josef Unfried aus Matzenberg.

1954 Einsatz beim Jahrhunderthochwasser

Am 9. und 10 Juli 1954 wurde die Wehr zum Katastropheneinsatz beim Jahrhunderthochwasser an der Donau gerufen. Die Wehr-männer waren mehrere Tage unermüdlich tätig. In Erlau waren 30 Mann und in Obernzell fünf Mann eingesetzt. Für diesen Einsatz erhielt der Feuerwehrmann Hans Unfried (Matzenberg) das Bundesverdienstkreuz.

1956 75-jähriges Gründungsfest

Am 10. Juni 1956, beim 75-jährigen Gründungsfest konnte Josef Unfried in seiner Festansprache mit berechtigtem Stolz die großen Leistungen der Feiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf rühmen. Mit der Überschrift- Seit 75 Jahren im Kampf gegen den „Roten Hahn“ – veröffentlichte die Presse den Bericht über das 75-jährige Gründungsfest unserer Wehr. Am Sonntagmorgen spielte die Blaskapelle Obernzell durch den reichlich mit Fahnen, Girlanden und anderen Blumengebinden festlich geschmückten Markt zum Weckruf. Es sah damals am Himmel noch recht trüb aus. Doch waren die Gemüter der Feuerwehrmänner schon fröhlicher gestimmt als sie bemerkten, dass es zumindest nicht mehr regnete. Um 8.00 Uhr trafen dann die ersten Vereine in Obernzell ein. Sie wurden an den Ortseingängen gebührend empfangen. Um 9.30 Uhr erfolgte beim Schloss auf der Jochensteiner Straße die Aufstellung zum Kirchenzug, der sich anschließend in der Pfarrkirche auflöste. Während des feierlichen Festgottesdienstes, das die Obernzeller Blaskapelle und der Kirchenchor Obernzell würdig ausgestalteten, hielt Pfarrer Adam Gensheimer die Festansprache. Nach dem feierlichen Festgottes-dienst bewegte sich der Festzug unter dem Spiel von vier Musikka-pellen durch den Markt zurück zur Festtribüne. Dort begrüßte Bürgermeister Franz Sterl im Namen der Gemeinde Ederlsdorf und der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf insbesondere auch Landrat ORR Donderer. Nach einem von Martha Pelzeder vorgetragenen Gedicht hielt Josef Unfried jun. die Festrede. Er führte aus, dass die Gemeinde Ederlsdorf mit berechtigtem Stolz den Jubeltag des 75-jährigen Bestehens ihrer tatkräftigen und gut ausgebildeten Feuerwehr feiern könne, deren Einsatzbereitschaft und Einsatz bis zum heutigen Tag ohne geringsten Tadel gewesen sei. Der Festredner hielt einen kurzen Rückblick bis zur Geburtsstunde der Ederlsdorfer Wehr. In den 75 Jahren seien der Wehr sieben Kommandanten vorgestanden, allein 32 Jahre sei sie von dem 1950 zum Ehrenkommandanten ernannten Josef Unfried sen. mit größter Umsicht geführt worden. Der Festredner betonte, die Feuerwehr Ederlsdorf zähle zu den besten Landfeuerwehren. Am Schluss der Festrede gedachte der Sprecher all der Toten aus den Reihen der Wehr, wobei unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden die Fahnen gesenkt wurden. Den jungen Wehrmännern und den noch abseits stehenden rief er zu: „Tretet in die Fußstapfen eurer Vorgänger und Jubilare, schart euch um die Fahne eurer ruhmreichen Wehr und tretet ein in Not und Gefahr treu dem Leitwort der Feuerwehr- Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! – “ Landrat ORR Donderer wies in einer kurzen Ansprache auf die edlen Beweggründe hin, aus denen die Feuerwehr entstanden sei. Anschließend nahm der Landrat die Verleihung von Feuerwehr-Ehrenzeichen vor: Für 50-jährige Mitgliedschaft an Franz Sterl (Leopoldsdorf) und an Ludwig Knödlseder (Haar), ferner für 40-jährige Mitgliedschaft an Josef Unfried sen. (Matzenberg) und an Stefan Wagner (Rackling) sowie an weitere 17 Wehrmänner für 25-jährige Mitgliedschaft. Dann heftete Fahnenmutter Therese Jung aus Haar, die schon vor 25 Jahren die Fahnenmutterschaft übernommen hatte, ein schmuckes Band an die Vereinsfahne. Auch für die sechzehn Festjungfrauen wurde die Fahne mit einem Band geziert. Der Festverein Ederlsdorf und der Patenverein Obernzell tauschten ebenfalls Bänder aus, wobei alle am Festzug beteiligten Fahnenträger ein Erinnerungsband für ihr Banner erhielten. In einem langen und eindrucksvollen Festzug durch den geschmückten Markt marschierten insgesamt 30 Vereine mit ihren Fahnen, darunter 26 Feuerwehren und die beiden Veteranen- und Kriegervereine Obernzell und Schaibing, ferner der Heimkehrerkreisverband und der Unterstützungsverein Germannsdorf. Acht Reiter führten den Festzug an, die Musikkapellen von Obernzell, Siegharting, Thalberg und Breitenberg sorgten für einen festlichen Schritt der Festzugteil-nehmer. Einige Wehren aus dem Landkreis hatten keine Abordnungen entsandt, da sie bei anderen Festen Verpflichtungen hatten. Eine besondere Anerkennung fand die Jubelwehr Ederlsdorf durch die Teilnahme der vier österreichischen Wehren Siegharting, Viechtenstein, Neukirchen am Wald und Pyrawang. Zahlreich war auch die Teilnahme der Bevölkerung. Das Fest verlief in froher Stimmung und bei schönem Wetter.

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1959 Brandeinsatz

Mitte der 50er Jahre war die Wehr beim Abtragen erhitzter Heustöcke öfter eingesetzt. In der Nacht vom 3. auf 4. Juli 1959 stand unsere Wehr bei einem Großbrand des Anwesens Mitterbauer in Hundsruck wegen Selbstentzündung von Heu im Einsatz. Am 5. September 1959 rückte die Wehr zu einem weiteren Brand nach Innerhartsberg in der Gemeinde Windpassing aus. Dabei wurde der Spritzenwagen von einem Jeep der in Nottau stationierten Amerikaner gezogen.

1960 Reparaturantrag für das Gerätehaus

In den Jahren der eifrigen Geräteerneuerung nagte der Zahn der Zeit weiter am alten Nottauer Feuerwehrhaus, das noch aus der Gründerzeit stammte. Mit dem Schreiben vom 22.08.1960 an die Gemeinde stellte Kommandant Johann Mitterbauer, Maurer aus Hötzmannsöd, die Mängel am Feuerwehrgerätehaus Nottau sehr ausführlich dar: Außenmauern sind fast ohne Grundfest hergestellt, Fensterrahmen und Fensterstöcke sind kaputt, Blechdach´ist zu ersetzen, Steinpflaster im Raum ist ungeeignet, das es ohne Isolierung auf dem gewachsenen Boden liegt und somit dauernd feucht ist.

Luftbild Nottau

1962 Neubau des Feuerwehrgerätehauses

Den Reparaturantrag des Kommandanten Johann Mitterbauer von 1960 nahm die Gemeinde zum Anlass, einen Neubau desFeuerwehrgerätehauses  an gleicher Stelle zu beschließen und im     Hinblick auf neue Entwicklungen etwas „größer anzutragen“.Die Finanzierung solle neben staatlichen Zuschüssen, durch Barleistung der Gemeinde sowie Hand- und Spanndienste der Mitglieder gesichert werden. Kommandant Ludwig Mitterbauer aus Hötzmannsöd berichtete bei der Generalversammlung am 09.12.1962 vor 57 anwesenden Feuerwehrkameraden und dem Bürgermeister Franz Sterl über die weitgehende Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Nottau.

1963 Erstes Bayerisches Leistungsabzeichen

Im Jahr 1963 wurde das erste Leistungsabzeichen abgelegt.

Leistungsabzeichen

Stehend von links: Kramer Matthias (Haar), Hofmann Josef (Rackling), Höller Alois (Nottau), Meisinger Josef (Ederlsdorf), Steinbacher Johann (Rackling),Saller Felix (Nottau), Urmann Johann (Steinöd), Eichberger Johann (Ederlsdorf), Steil Ernst (Haar)

Sitzend von links:Schiedsrichter Schauberger (Donauwetzdorf), Starkl KBI (Wildenranna), Stadler Josef KBM (Hauzenberg)

1963 / 1964 Anschaffung des ersten Löschgruppenfahrzeuges

Der Gemeinderat unter Bürgermeister Franz Sterl beschloss bei der Sitzung am 19.10.1963 den Abbruch des alten Feuerwehrunterstellschuppens in Rackling, da hierfür kein Bedarf mehr bestehe. Dies sollte im Rahmen der anstehenden Straßenbaumaßnahme in Rackling durchgeführt werden.Der Verwaltungsrat der Freiwilligen Feuerwehr  Ederlsdorf stellte mit dem Schreiben vom 04.12.1963 den Antrag auf Ankauf eines Mannschaftsgerätewagens an die Gemeinde Ederlsdorf. Die Zeit war 1964 reif für die Erfüllung des Wunsches jeder Feuerwehr, ein eigenes Löschgruppenfahrzeug einsetzen zu können. Das Löschgruppenfahrzeug mit Opel-Blitz-Fahrgestell und Ziegler-Aufbau zum Preis von 27.000,00 DM war von nun an das „Aushängeschild“ im neuen Feuerwehrgerätehaus

1964  Brandeinsatz

Am 9.07.1964 um 15.00 Uhr rückte die Wehr noch mit der alten Spritze zum Brand einer Scheune beim Anwesen Johann Meisinger in Ederlsdorf aus. In kürzester Zeit breitete sich das Feuer auch auf das benachbarte Anwesen von Josef Pfell aus. Die Wirtschaftsgebäude beider Anwesen brannten nieder. Durch die Alarmierung des Tanklöschfahrzeuges der Werksfeuerwehr  Zahnradfabrik Passau, konnte das Übergreifen der Flammen auf die Wohngebäude verhindert werden.  Die Brandursache konnte damals nicht ermittelt werden. Insgesamt waren die Feuerwehrmänner 13 Stunden ununterbrochen im Einsatz.

1964 Erster Brandeinsatz mit dem Löschgruppenfahrzeug

Der erste Einsatz mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug Opel-Blitz war am 30.08.1964, als die Wehr zu einem Brand beim Anwesen Willi Seidl nach Rampersdorf ausrückte. Hier brannten wegen Brandstiftung der Stall sowie die Scheune nieder. Bei diesem Löscheinsatz kam der Feuerwehrmann Johann Hellauer von der Feuerwehr Schaibing auf tragische Weise ums Leben, als eine alte Stallmauer einstürzte und ihn unter sich begrub.

1965 Einweihung  des Löschgruppenfahrzeuges und des Feuerwehrgerätehauses

Am 17.Oktober 1965 fand die feierliche kirchliche Weihe des neuen Löschgruppenfahrzeuges Ziegler LF 8-TS mit Opel-Blitz-Fahrgestell und des neuen Feuerwehrgerätehauses in Nottau statt.

In der Presse wurde seinerzeit wie folgt darüber berichtet:„Die Feuerwehr ist jetzt voll leistungsfähig“

Zur Weihe des neuen Löschfahrzeuges und des schmucken Feuerwehrhauses hatten sich nicht nur alle aktiven und passiven Mitglieder der Feuerwehr von Ederlsdorf, sondern auch zahlreiche Ehrengäste und Neugierige auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus in Nottau eingefunden. Bürgermeister Franz Sterl begrüßte die Ehrengäste und Zuschauer. Pfarrer Adam Gensheimer aus Obernzell sprach anschließend zu den Wehrmännern: „Die Feuerwehrmänner springen immer dann ein, wenn Menschen in Angst und Not sind. Sie müssen den Menschen in Barmherzigkeit helfen. Der Herrgott möge Ihnen seinen besonderen Segen und seine Weihe geben“. Mit diesen Worten begann Pfarrer Gensheimer die Weihezeremonien. Nach der Weihe sprach Bürgermeister Sterl. „Der heutige Tag“, so betonte er, „ist ein Markstein zur Verbesserung der Einrichtungen unserer Wehr. Es hat viel Mühe gekostet und ist ein Beweis für ein vernünftiges Denken der Gemeindeverwaltung.“ Er meinte weiter, dass es unbedingt nötig gewesen sei neue Geräte anzuschaffen um der vollen Leistungsfähigkeit der Wehrmänner gerecht zu werden. Daraufhin überreichte er dem Kommandanten der Feuerwehr, Johann Mitterbauer, die Schlüssel für das Löschhaus und für das Auto.Kreisbrandinspektor Kornexl begann seine Rede mit einem Lob an die Männer der freiwilligen Feuerwehr. „Keine Generation wird so viel geleistet haben, wie die heutige und ich glaube, dass hauptsächlich der Idealismus, der auch heute noch bei der Feuerwehr groß geschrieben wird, zur Verbesserung der Feuerschutzeinrichtungen beigetragen hat.“ Anton Kornexl vergaß auch nicht die Wehrmänner aufzufordern die Geräte, das Auto und das Löschhaus immer gut zu pflegen. Sein besonderer Dank galt dem Bürgermeister und den Gemeinderäten der Gemeinde Ederlsdorf für die Bereitstellung der finanziellen Mittel. Anton Kornexl äußerte zuletzt noch den Wunsch, dass sich die Vereinskameraden immer treu zur Seite stehen mögen.Auch Johann Mitterbauer, der Kommandant der Feuerwehr, richtete abschließend noch einige Worte an die Anwesenden. Als der zuständige Mann der Gemeinde für alle Belange des Feuerlöschwesens versicherte er, dass man die Geräte immer in Ordnung halten werde um immer bereit zu sein, wenn der „Rote Hahn“ ruft. Was ist aber die Weihe eines Feuerwehrautos, wenn man es nicht gleich ausprobieren kann? Auch die Ederlsdorfer dachten so. Mit Blaulicht und Martinshorn eilte das  blumengeschmückte Feuerwehrauto nach Rackling. In kürzester Zeit wurden die Schläuche verlegt und aneinandergekuppelt. Die Pumpen wurden eingesetzt und schon stand das Brandübungsobjekt, nämlich das Anwesen des Landwirtes Johann Bauer, unter „Wasserbeschuss“. Auch die Wehren von Hundsruck und Schaibing rückten bald an um ihren Kameraden zu helfen. Da auf neugierige Zuschauer selbst bei einer Löschübung keine Rücksicht genommen werden kann, mussten manche ihren Wissensdurst mit nassen Füßen bezahlen. Aber das machte nichts. Trotzdem war es interessant einmal zu sehen, wie gut eingespielt die einzelnen Wehren sind.Die Rotkreuzkolonne Nottau zeigte uunter der Leitung von Lehrer Bauer an einigen „Verletzten“ ihr Können. Abschließend dankte KBI Anton Kornexl den Wehrmännern nochmals für ihren Einsatz.  Den Abschluss dieser Veranstaltung bildete ein kameradschaftliches Beisammensein im Vereinslokal Wagner in Rackling.

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1966 Brandeinsatz

Am 25. November 1966 um 11.15 Uhr wurde die Wehr zu einem Großbrand auf dem Bauernhof Josef Prügl in Matzenberg gerufen. Hierbei brannte der Stall mit Scheune bis auf die Grundmauern nieder. Die Löscharbeiten und die Anfahrt wurden damals wegen der großen Schneemassen und der Kälte erheblich beeinträchtigt. So musste beispielsweise ein Teil des Viehbestandes evakuiert und teilweise zu anderen Anwesen gebracht werden.Die Wehr übernahm die über Nacht andauernde Feuerwache, da das Feuer immer wieder aufloderte. Durch die große Zahl der alarmierten Feuerwehren konnte ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Gebäude verhindert werden.

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1972 Absperrungen beim Bergrennen

Am 29. und 30. April 1972 war die Wehr beim Absperren für das Bergrennen von Obernzell nach Ödstadl gefordert.

1974 Einführung der Sterbekasse

Kommandant Georg Wohlstreicher konnte anlässlich der Generalversammlung am 15.12.1974 vor 52 anwesenden  aktiven und passiven Mitgliedern mitteilen, dass mit über 90 Mitgliedern der höchste Mitgliederstand seit Bestehen der FFW Ederlsdorf erreicht wurde. Ferner wurde die Einführung einer Sterbekasse beschlossen. Man einigte sich darauf bei Sterbefällen 5,00 DM je Mitglied einzusammeln und den Hinterbliebenen zu übergeben.

1974 Einsätze

Am 12.09.1974 wurde die Wehr zu einem großen Scheunenbrand beim Anwesen Bauer nach Haar gerufen. Das gesamte landwirtschaftliche Gebäude brannte trotz der Präsenz von sieben Feuerwehren völlig nieder. Ein weiterer Einsatz war 1974 beim Erdrutsch in Hundsruck zu bewältigen. Hier riss nach starken Regenfällen die Staatstraße in Hundsruck ab und löste eine Mure aus, die das Anwesen in der Figermühle bedrohte.

1975 Lückenloses Wegenetz geschaffen

Im Rahmen der Flurbereinigung zwischen 1965 und 1975 wurde ein lückenloses Wegenetz geschaffen, so dass im Ernstfall jede Einöde auf staubfreier Straße erreichbar war. Dies kam der technisch auf dem neuesten Stand und mit 60 Mann personell bestens ausgestatteten Ederlsdorfer Wehr zugute. 

1975 Verbesserung der Löschwasserversorgung

Die Gemeinde bemühte sich um eine optimale Löschwasser-versorgung. So wurde der Feuerlöschteich in Rackling repariert und in Haar sollte ein Löschwasserbehälter gebaut werden. Als nächster Ort sollte dann Leopoldsdorf einen Löschwasserbehälter bekommen.

1976 Einsätze

Am 04.01.1976 rückte die Wehr nach Hötzmannsöd zu einem großen Sturmschaden aus. Ein Baum war auf das Haus von Ehrenkommandant Johann Mitterbauer gefallen.

Große Waldflächen wurden verwüstet, so dass ein Kahlschlag und eine Neubepflanzung notwendig wurden.

Ein weiterer Einsatz erfolgte am Karfreitag, 16.04.1976 wegen eines Brandes auf der Müllkippe in Rackling.

1980 Verbesserungen im Feuerlöschwesen

Bei der Generalversammlung am 14.12.1980 wurde von Bürgermeister Rudolf Hammel berichtet, dass die Gemeinde den Schlauchturm am Feuerwehrgerätehaus neu mit Holz verschalen werde und der Gemeinderat beschlossen habe, einen Feuerlöschbehälter in Matzenberg zu bauen.

1981 100-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

Vom 18. bis 21. Juni 1981 feierte die Freiwillige Feuerwehr Ederlsdorf ihr 100-jähriges Gründungsfest mit Weihe einer neuen Fahne in Obernzell. Josef Prügl jun. (Feuerwehrmann, Landwirt und Kreisrat von Matzenberg) hielt in Vertretung des wegen Kropfoperation  noch sprechbeeinträchtigten Vaters (Feuerwehrmann und 2. Bürgermeister Josef Prügl sen.) die Festrede beim Festakt in der Turnhalle der Volksschule Obernzell. Als Fahnenmutter konnte Frau Erika Jung aus Haar gewonnen werden, die das Amt von ihrer Schwiegermutter übernahm.

Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Baptist Kitzlinger. Josef Prügl jun. sagte damals: „Wir sind dankbar und froh, dass die Feuerwehren in ihm einen wahrhaftigen Schirmherrn gerade auch der kleinen Feuerwehren haben. Einen Praktiker, der den Wert schlagkräftiger Landfeuerwehren richtig einzuschätzen weiß.“

Dem Festausschuss gehörten an:

Vorstand: Koll Alois (Rackling)

  1. Kommandant:    Wohlstreicher Georg (Leopoldsdorf)
  2. Kommandant:  Duschl Max (Rackling)

Schriftführer: Rauecker Josef (Rackling)

Beisitzer und 2. Bürgermeister: Prügl Josef sen. (Matzenberg)

  1. Bürgermeister: Hammel Rudolf  als beratendes Mitglied

Das Jubiläum begann am Donnerstag, den 18. Juni 1981. Nach der Fronleichnamsprozession mit anschließendem Kirchenbesuch, marschierte die Wehr sowie die übrigen Vereine zum Festzelt, das am Schlossplatz aufgestellt war.Gegen 11.00 Uhr nahm dort Bürgermeister Rudolf Hammel den Bieranstich vor. Für zünftige Unterhaltung sorgte an diesem ersten Tag des Festes die Kapelle „Grubweger Buam“.

Am Freitag, den 19. Juni 1981 wurde der eigentliche Festakt abgehalten. Nach der Abholung der Fahnenmutter Erika Jung in Haar – die Freiwillige Feuerwehr Ederldorf wurde von der

Marktkapelle Obernzell begleitet – wurde der Festakt in der Obernzeller Turnhalle abgehalten. Nach einem Musikstück folgte die Begrüßung durch Vorstand Alois Koll. Anschließend hielt Kreisrat Josef Prügl jun. (Matzenberg) die Festansprache.In Grußworten würdigten Schirmherr Landrat Baptist Kitzlinger, Kreisbrandrat Kovarik, Bundestagsabgeordneter Dr. Klaus Rose sowie Bürgermeister Rudolf Hammel die Jubelwehr.Im Anschluss daran wurden verschiedene Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. So erhielten das Abzeichen für 25-jährige Dienstzeit:

Otto Gell, Alois Höller, Josef Hofmann, Franz Hutterer, Heinrich Knödlseder und Stefan Wagner.

Für 40-jährige Dienstzeit wurden geehrt:

Johann Unfried, Josef Prügl sen., Josef Mitterbauer.

Urkunden für 50-jährige Dienstzeit erhielten:

Martin Höpfl sen., Johann Peschl, Josef Meisinger, Josef Pfell, Georg Lang, Alois Fenzl und Josef Kronawitter.

Mit einem Musikstück der Marktkapelle Obernzell klang der Festakt in der Turnhalle aus.

Bereits während des Festaktes wurde der Betrieb im Festzelt begonnen. Für diesen Abend, „dem Tag der Vereine und Betriebe“ waren alle ortsansässigen Betriebe und Vereine eingeladen worden. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Marktkapelle Obernzell.

Am Samstag, den 20. Juni 1981 begann das Festprogramm nachmittags mit der Ausstellung und Vorführung moderner Feuerlöschgeräte am Anger in Obernzell. Begonnen wurde um 15.00 Uhr mit verschiedenen Löschvorführungen durch die Firma Gstöttl. Gegen 16.00 Uhr wurde der Einsatz des Rettungsspreizers bei einem Verkehrsunfall, durch die Werksfeuerwehr der Zahnradfabrik Passau demonstriert.Gegen 16.30 Uhr führte die Feuerwehr der Stadt Passau die Drehleiter DL 30 vor. Zur Geräteschau     wurden außerdem von der Werksfeuerwehr der ZP Passau ein TLF 16 mit Wasserwerfer, ein Rüstwagen RW 2 sowie ein Funkkommandowagen zur Verfügung gestellt.

Der Festbetrieb begann um 18.00 Uhr mit einem bunten Abend. Für die musikalische Umrahmung hatte man das „Staffelberger Sextett“ verpflichtet.

Der eigentliche Jubeltag am Sonntag, den 21. Juni 1981 begann mit der Abholung der Fahnenmutter Erika Jung in Haar um 7.00 Uhr. Nach der Fahrt nach Obernzell wurden die ankommenden Gastvereine eingeholt. Hierbei spielten die Marktkapelle Obernzell sowie die Knappenkapelle Kropfmühl.

50 Vereine und sechs Musikkapellen nahmen am Fest teil, davon allein drei aus Österreich. Nach dem Kirchenzug zelebrierte Geistlicher Rat Adam Gensheimer in der Pfarrkirche Obernzell den Festgottesdienst mit Weihe der neuen Fahne. Ausgesprochenes Pech hatte die Jubelwehr als der große Festzug stattfand. Es regnete ziemlich stark und man konnte die vor dem Rathaus angesetzten Ansprachen und Bänderverleihungen nicht durchführen. Dieser Teil wurde deshalb kurzerhand im Anschluss an den Festgottesdienst in die Pfarrkirche verlegt. Nach Ablauf dieser Feierlichkeiten erfolgte die Aufstellung zum Festzug, der von der Allee durch den Markt Obernzell zum Festplatz im Schlossgarten führte. Dort unterhielt zunächst die Blaskapelle Vichtenstein die anwesenden Gäste. Anschließend sorgte die Musikkapelle die „Bayerisch Böhmischen“ für einen zünftigen Ausklang des 100-jährigen Gründungsfestes.

100-Jaehriges-1 100-Jaehriges-3Foto Festschrift 1986

( Namnensliste folgt demnächst! )

1985 Erster Einsatz mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug LF 8

Im Mai 1985 wurde das fabrikneue Löschfahrzeug LF 8 an die Feuerwehr Ederlsdorf übergeben.

Bereits am 21.07.1985 erfolgte der erste Einsatz mit dem neuen Löschfahrzeug LF 8 beim Scheunenbrand Summer in Schergendorf.

1985/ 1986 Neubau des Feuerwehrgerätehauses und Weihe des Löschgruppenfahrzeug LF 8

Am 28. und 29. Juni 1986 – im 105. Jahr ihres Bestehens – weihte die Wehr das neue Löschfahrzeug LF 8 mit Daimler-Benz-Fahrgestell und Bachert-Aufbau sowie das neue Feuerwehrgerätehaus festlich ein. Nach der Gebietsreform 1972 war nun die neue Marktgemeinde Obernzell für die Anschaffungen im Feuerwehrwesen zuständig. Der 1. Bürgermeister Rudolf Hammel bemerkte damals, dass die Entscheidung zum Neubau eines neuen Gerätehauses  nicht einfach war.

Aber die Streulage der von der Ederlsdorfer Feuerwehr zu betreuenden Fläche und die Anforderungen, die an die Wehren jetzt gestellt werden, machten den Kauf des neuen Löschfahrzeuges LF 8 notwendig. Das bisherige Feuerwehrhaus, das 1962 erbaut worden war,  war dazu jedoch zu klein. Der umfangreiche Umbau hätte annähernd den Aufwendungen für ein neues Gerätehaus entsprochen. Zudem wäre der Standort des neuen Feuerwehrhauses von der Zufahrt her wesentlich günstiger. All diese Überlegungen führten zum Beschluss ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen.Rund 145.000,00 DM  kostete das neue Gerätehaus. Davon brachte die Feuerwehr 993 Arbeitsstunden, 36 Schlepperstunden sowie Barmittel von insgesamt fast 25.000,00 DM als Eigenleistung auf. Die vielen fleißigen Helfer um die Führungskräfte Hans

Eichberger, Johann Bauer, Fritz Hartl und Alois Koll, hatten viel Freizeit eingebracht. Kommandant Johann Bauer koordinierte die gesamte Eigenleistung. Die Bauaufsicht hatte Bauhofleiter Johann Urmann von Steinöd übernommen.

Für das neue Feuerlöschfahrzeug LF 8 wurden etwa 163.000 DM einschließlich Atemschutzausrüstung aufgewendet. Damit wurden rund 300.000,00 DM in die Feuerwehr Ederlsdorf investiert. „Das Geld ist gut angelegt!“, sagte Bürgermeister Hammel.

Diese Zahlen zeigen schon, dass die Feuerwehr Ederlsdorf allen Grund hatte, sich zu freuen und so wurde die Weihe von Fahrzeug und Haus gemeinsam mit einem großen Fest begangen. Erstmals wurde auch eine kleine Festschrift von Schriftführer Josef Rauecker und Vorstand Josef Prügl jun. erstellt.

Das zweitägige Fest war wie folgt abgelaufen:

Am Samstag, den 28. Juni um 13.00 Uhr erfolgte der Bieranstich im Bierzelt Nottau durch Bürgermeister Rudolf Hammel.  Am Nachmittag fand zwischen 14 und 17 Uhr ein Spiel ohne Grenzen auf dem Sportplatz in Nottau statt. Am Abend fand im Festzelt der Innstadtbrauerei bei zünftiger Musik mit der Bayerisch-Böhmischen (Wurzer-Quartett) die Siegerehrung für das Spiel ohne Grenzen statt.Am Sonntag, den  Haupttag des Festes, spielten um 9.30 Uhr drei Musikkapellen bei herrlichem Wetter auf. Der Kirchen- und Festzug zog mit ca. 25 Festvereinen durch das Dorf Nottau. An die 20 Fahnen wogen im Winde und die Gemeinde Obernzell, der Landkreis und die Nachbarwehren gaben der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf die Ehre.

Im Anschluss zelebrierte Geistlicher Rat Adam Gensheimer den Festgottesdienst und weihte das neue Gerätehaus und das neue Löschfahrzeug. Er lobte die gute Gesinnung in der Wehr sowie ihren Einsatzwillen. Im gemeinsamen Gebet wurde Schutz und Segen Gottes herabgefleht. Die musikalische Umrahmung übernahm die Marktkapelle Obernzell.

Nach der Weihe konnte Vorstand Josef Prügl jun. die zahlreichen Ehrengäste und Feuerwehrabordnungen, einige aus Österreich, herzlich begrüßen.

Josef Prügl jun. (Matzenberg) sagte u. a. in seiner Ansprache: „In einem Zuge haben wir eine komplette neue Einrichtung und Ausrüstung erhalten. Sie setzt uns feuerwehrtechnisch in die Lage wirkungsvoll zu helfen.“

Josef Prügl jun. dankte allen, die mitgeholfen hatten, dieses Werk zu schaffen. „Der Wehr werde es eine Verpflichtung sein Geräte und Haus so gut wie nur möglich pfleglich zu behandeln. Es wird Ansporn sein, den Ausbildungsstand der Wehr weiter zu verbessern, damit die Geräte im Ernstfall erfolgreich eingesetzt werden können.“

Kommandant Johann Bauer aus Rackling sagte in seiner Ansprache, dass man bei der Wehr 84 Aktive habe, die alle bereit seien, sich bestens ausbilden zu lassen um stets einsatzbereit zu sein. Man werde Haus und Fahrzeug warten und instand halten. Der Kommandant dankte ebenfalls allen, die dazu beigetragen hatten, dass die Wehr so gut ausgestattet wurde. Stellvertretender Landrat Heribert Stephan überbrachte die Grüße und guten Wünsche von Landrat Baptist Kitzlinger und sagte der Gemeinde Obernzell Dank und Anerkennung dafür, dass sie die Ortsfeuerwehren so gut unterstütze.

Kreisbrandrat Franz Haas gratulierte im Namen des ganzen Landreises und seiner 61 Wehren.

Abschließend übergab 1. Bürgermeister Rudolf Hammel dem  1. Kommandanten Johann Bauer (Rackling) symbolisch den Schlüssel zum Feuerwehrhaus.

Es folgte der gemütliche Teil im Festzelt. Am Nachmittag spielte die Knappenkapelle Kropfmühl und abends bis in die Nacht sorgten die Aubachtaler für Stimmung und Atmosphäre.

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1985 Erste Atemschutz-Gruppe

Mit Inbetriebnahme des neuen Löschfahrzeuges LF 8 im Mai 1985 waren gemäß Beladeplan vier schwere Atemschutzgeräte vom Typ Auer im Gerätebestand. Um diese Geräte einsetzen zu können, war es notwendig entsprechend ausgebildete Atemschutzgeräteträger heranzubilden. Folgende Feuerwehrmänner legten den Lehrgang an der staatlichen Feuerwehrschule in Regensburg bzw. im Atemschutzzentrum in Vilshofen zum Atemschutzgeräteträger ab:

14.02.1985 Hartl Fritz ( Rackling )
1985 Hartl Ewald ( Nottau )
01.04.1985 Prügl Rupert ( Matzenberg )
09.05.1985 Fenzl Ludwig ( Schergendorf )
25.05.1985 Haselböck Erwin ( Ederlsdorf )
28.09.1985 Haselböck Walter ( Ederlsdorf )
28.09.1985 Prügl Ludwig ( Matzenberg )
05.12.1985 Meisinger Johann ( Rackling )
05.12.1985 Hofmann Josef ( Rackling )
27.02.1986 Mitterbauer Max ( Haar )
01.03.1986 Hofmann Rüdiger ( Rackling )
01.03.1986 Fenzl Josef (Rackling )
30.05.1987 Bauer Johann ( Rackling )
30.05.1987 Wagner Günter ( Rackling )
11.01.1990 Atzinger Werner ( Rackling )
11.01.1990 Leithenmüller Franz ( Rackling )
28.08.1992 Lang Franz ( Nottau )
17.03.1994 Meisinger Harald ( Rackling )
09.03.1995 Pfell Johannes ( Leopoldsdorf )
09.03.1995 Steinbacher Johann ( Rackling )
20.11.1995 Hoyer Harald ( Leopoldsdorf )
11.12.1997 Kainz Christian ( Ederlsdorf )
05.02.1998 Pfell Stephan ( Ederlsdorf )
02.04.1998 Stach Stefan ( Leopoldsdorf )
23.02.2002 Bauer Johannes ( Haar )
23.02.2002 Schätzl Andreas ( Nottau )
13.09.2003 Kainz Josef jun. ( Ödstadl )
13.09.2003 Ranamüller Felix ( Haar )
13.09.2003 Anetzeder Egon ( Rackling )

Löschmeister Firtz Hartl wurde vom 1. Kommandanten Johann Bauer mit der Führungsfunktion als Atemschutzwart der freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf beauftragt. Im September 1987 besuchte Fritz Hartl zudem den Lehrgang -Ausbilder für Atemschutzgeräteträger- an der Feuerwehrschule in Regensburg. Um die Bedeutung der „Elite Gruppe“ herauszustellen, wurde in der am 11.12.1988 beschlossenen neuen Vereinssatzung, der Atemschutzwart Kraft Amtes in die Vorstandschaft berufen. Im Januar 1995 wurde Löschmeister Walter Haselböck vom 1. Kommandanten Johann Bauer zum stellvertretenden Atemschutzwart und im Dezember 1997 zum neuen Atemschutzwart ernannt. Die Atemschutzgruppe absolviert jährlich ca. sechs separate Übungen, die zielgerichtet in Theorie und unter realistischen Einsatzbedingungen durchgeführt werden. Einmal im Jahr üben die Atemschutzgeräteträger an der Atemschutz-Übungsanlage in Vilshofen. Derzeit sind 19 Atemschutzträger im aktiven Dienst eingesetzt.

1987 Gründung  der Jugendfeuerwehr

Um immer genügend Nachwuchs für die aktive Feuerwehrtruppe heranziehen zu können, wurde im April 1987 eine Jungendfeuerwehrgruppe gegründet.

Folgende neun Jugendliche waren dabei:

  • Anetzeder Michael (Rackling)
  • Duschl Wolfgang (Rackling)
  • Greindl Andreas (Haar)
  • Lorenz Herbert (Rackling)
  • Meisinger Lothar (Ederlsdorf)
  • Pilsl Georg (Haar)
  • Saller Matthias (Nottau)
  • Steinbacher Johann (Rackling)
  • Woitsch Wolfgang (Rackling)

Diese Jugendgruppe hatte die erste Jugendleistungsprüfung am 16. April 1987 unter der Leitung des Schiedsrichters Kramer in Rackling erfolgreich abgelegt.

In den ersten drei Jahren wurden die Jugendlichen vom 1. Kommandanten Johann Bauer ausgebildet. Im Jahr 1990 wurde dann ein eigener Jugendwart ernannt. Josef Hofmann aus Rackling konnte für dieses Amt gewonnen werden. Von nun an ging es kontinuierlich aufwärts mit unserer Jugendfeuerwehr. Ab dem 14. Lebensjahr konnte man der Jungengruppe beitreten. Ganz gezielt wurde im Schutzbereich der Wehr nach Interessenten gesucht und diese kamen auch von Jahr zu Jahr zahlreich. Das Lehrangebot der Jugendfeuerwehr bietet Abwechslung und weckt Interesse.

Es werden theoretische Grundlagen, Rechte und Pflichten sowie  Grundwissen des Feuerwehrwesens für die praktische Handhabung von Gerätschaften vermittelt.

Die angeeigneten Kenntnisse werden dann jeweils mit dem Wissenstest unter Beweis gestellt. Als Lohn für die Mühen überreicht man den Jungen dann die Jugendspange – sozusagen das erste Leistungsabzeichen eines Feuerwehrmannes.

Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, wird auch gesellschaftlich einiges unternommen. Von Kegelabenden, Discobesuchen, Zeltlagern, Pfingstsingen bis hin zum Sonnwendfeuer reichen die Aktivitäten. So ist die Jugendgruppe auch im Vereinsleben voll integriert.

Besonders engagieren sie sich beim jährlichen Kameradschaftsabend, bei dem die Aufführung eines Einakters schon Tradition ist und so mancher Jugendliche sein Talent zum Theaterspielen entdeckt hat.

Ein Höhepunkt unserer Jugendgruppe war sicherlich die Ausrichtung der Jugendgroßübung im KBI-Bereich Ost im  September 2003 in Breitwies mit 13 Wehren – sogar mit österreichischer Beteiligung.

Im Dezember 2003 – also nach 13 Jahren – gab Josef Hofmann das Amt des Jugendwartes an Thomas Summer (Rackling) ab.

Für seinen Einsatz und sein Engagement wurde Josef Hofmann mit der silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehren Bayerns ausgezeichnet.

Aber auch viele bereits gestandene aktive Feuerwehrmänner zollten ihrem „Hofe“ wie er immer genannt wurde, Dank und Anerkennung, denn sie wussten, bei ihm hatten sie sich das Rüstzeug zum späteren aktiven Dienst erworben.

Im Dezember 2004 musste durch einen beruflich veranlassten Umzug von Thomas Summer wieder ein neuer Jugendwart bestimmt werden.

Die Wahl fiel auf Christian Kirchberger (Rackling), der bereits wieder voller Eifer mit den Jugendlichen übt.

Im Februar 2006 absolvierte Christian Kirchberger die Jugendwartausbildung an der Feuerwehrschule in Regensburg.

Wer Interesse an einer überaus interessanten und sinnvollen Aufgabe hat, ist jederzeit willkommen. Übungen finden jeden 2. Freitag von 18.00 – 20.00 Uhr im Schulungsraum des Feuerwehrhauses in Nottau statt.

1988 Neue Satzung tritt in Kraft

Anlässlich der Generalversammlung am 11. Dezember 1988 berichtete Vorstand Josef Prügl jun., dass das neue Feuerwehrgesetz eine Trennung zwischen dem aktiven Dienst und den Vereinsangelegenheiten vornimmt. Dies führt auch zu einer rechtlichen Trennung der gemeindlichen Einrichtung freiwillige Feuerwehr und dem privatrechtlichen Feuerwehrverein. Aufgrund dieser Vorgabe entstand die Notwendigkeit, die vorhandene Satzung durch eine Satzung für den Feuerwehrverein zu ersetzen. Die Mitgliederversammlung nahm diesen Entwurf einstimmig an. Bedingt durch die neue Satzung, ergaben sich Veränderungen bei der Zusammensetzung des Vorstandes. So wurde, u. a. satzungsgemäß die Funktion eines stellvertretenden Vorsitzenden neu geschaffen und es mussten sieben Beisitzer gewählt werden.

In der anschließenden Wahl wurde Max Duschl von Rackling zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

1991 Güllegruben-Einsatz beim Anwesen Stemplinger in Leopoldsdorf

Am Samstag, 13.04.1991 wurde unsere Wehr zum Güllegruben-Unfall beim Anwesen Stemplinger nach Leopoldsdorf gerufen. Stellv. Kommandant Otto Schätzl traf wenige Minuten nach der Alarmierung mit dem Löschfahrzeug LF 8 am Einsatzort ein. Drei Personen mussten aus der geschlossenen Güllegrube gerettet werden. Dies stellte vor allem die Atemschutz-geräteträger Josef Hofmann und Erwin Haselböck sowie die herbeigeeilten Rettungskräfte vor eine besondere Herausforderung. Durch das überlegte und beherzte Eingreifen konnten die Personen schließlich gerettet werden. Für die Personenrettung und den raschen Einsatz mit dem Atemschutzgerät unter persönlicher Gefahr für das eigene Leben.

1991 110-jähriges Bestehen und erstes österreichisches Leistungsabzeichen

Mit einer tollen Kapelle im Heustadel des Vereinslokals Wagner in Rackling und einem Stockschützenturnier feierte die freiwillige Feuerwehr am 6. Juli 1991 den 110. Geburtstag. Die Schirmherrschaft über das Jubiläum hatte Ludwig Hofmann übernommen. Er betonte, wie auch 1. Vorstand Josef Prügl jun., dass es aus der Chronik viel zu erzählen gäbe. Das aber würde den bescheidenen Rahmen sprengen, man werde es zum 125. Geburtstag 2006 tun und „gewaltig feiern“. Hofmann dankte den Aktiven und vor allem den Führungskräften, die über Jahrzehnte hinweg den Fortbestand der Wehr gesichert hätten. Er wünschte weiterhin eine einsatzarme Zeit und gute Zusammenarbeit zum Wohle der Mitmenschen. Den Glückwünschen zum Jubiläum und dem Dank schloss sich Obernzells 1. Bürgermeister Rudolf Hammel an. Er hob vor allem den großartigen Zusammenhalt in der Ederlsdorfer Wehr hervor. Die Leistung, die man tagsüber bei der österreichischen Leistungsprüfung in Schärding erbracht habe, sei der Beweis dafür. Hammel heftete den Mitgliedern der „Elite-Löschgruppe“, die bei den Nachbarn im Eiltempo die Prüfung ablegt hatten, die Leistungsabzeichen an. Die Aktiven hatten immerhin rund 120 Stunden Freizeit für die intensive Trainingsarbeit geopfert. Zudem hatten sich am Nachmittag zehn Mannschaften am Stockschützenturnier beteiligt. Den Siegerpokal holten sich die „Profis“ vom EC Rackling. Für die notwendige Stimmung am Abend sorgten die „Original Bayerwald-Musikanten“ mit Franz Wurzer, die eine tolle Show abzogen.

Oesterreichisches Leistungsabzeichen

1. Reihe von rechts: 2. Vorstand Max Duschl, 1. Kommandant Johann Bauer, Schiedsrichter Günter Unterholzer, Kommandant FF Pyrawang, Otto Grüneis, Brandrat und Ludwig Prügl

2. Reihe v. rechts: Josef Bauer, Johann Meisinger, Fritz Hartl, Josef Fenzl, Josef Hofmann. Nicht im Bild: Erwin Haselböck und Ewald Hartl

1993/ 1994 Schulungsraum Anbau

Die ständig wachsenden Herausforderungen und Aufgaben der Feuerwehren, z. B. im Bereich der technischen Hilfeleistung machen eine umfangreiche Schulung und Ausbildung der einzelnen Feuerwehrmitglieder notwendig. Für diese Ausbildung im aktiven Dienst und insbesondere für die Ausbildung der Jugendfeuerwehr standen der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf jedoch keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung. Bereits bei einem Ortstermin am Sonntag, den 24.11.1991 mit Bürgermeister Rudolf Hammel und der Vorstandschaft der Feuerwehr wurde festgestellt, dass sowohl im alten als auch im neuen Schulhaus in Nottau kein Raum als Schulungszimmer verfügbar sei.

Die Freiwillige Feuerwehr Ederlsdorf beantragte deshalb bei der Marktgemeinde Obernzell den Anbau eines Schulungsraumes an der Westseite des bestehenden Feuerwehrgerätehauses in Nottau.

1993 wurde dann mit enormer Eigenleistung der Feuerwehr Ederlsdorf und mit Unterstützung der Marktgemeinde der Anbau realisiert. Der schöne Schulungsraum-Anbau, fügt sich wie der Gesamtkomplex gut ins Dorfbild ein. Nahezu  2000 Arbeitsstunden leisteten die Feuerwehrmänner. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom gemeindlichen Bauhof und dessen  Bauhofleiter Johann Urmann (Steinöd), der zusammen mit Kommandant Johann Bauer die Bauaufsicht führte. Die Gemeinde stellte  90.000,00 DM ohne Zuschussgewährung von der Regierung  zur Verfügung und schuf so den Grundstock für den Bau. Nach zweijähriger Planungs- und einjähriger Bauzeit konnte im Rahmen eines Dorffestes in Nottau am Sonntag, den 14. August 1994 die Einweihung erfolgen.

Das Dorffest anlässlich der Einweihung begann mit einem Standkonzert der Marktkapelle Obernzell. Beim Kirchenzug nahmen die umliegenden Vereine und Feuerwehren sowie einige Wehren aus Österreich z. B. Neustift und Pyrawang  teil. Anschließend  zelebrierte Dekan Josef Remberger im Schulhof den feierlichen Weihegottesdienst, den die Marktkapelle Obernzell musikalisch umrahmte. Der Pfarrer verwies auf die Aufgabe aller Christen Menschen in Not zu helfen. Gerade die Feuerwehren hätten sich diese christlichen Prinzipien auf ihre Fahnen geheftet und würden durch ihren Einsatz für Menschen ein gutes Beispiel geben. Dekan Remberger segnete das Kreuz für den Raum sowie das gesamte Gebäude.

Im Anschluss hieß Vorstand Josef Prügl jun. alle Gäste aus nah und fern herzlich willkommen. Die schnelle und unkomplizierte Realisierung des Bauwerkes habe bewiesen, dass innerhalb der Feuerwehr Kameradschaftsgefühl und Wille zum Miteinandergestalten noch lebendig seien, so Prügl.

Schirmherr MdL Franz Meyer beglückwünschte in seiner Ansprache die Feuerwehr zum gelungenen Schulungsraum und würdigte die enorme Eigenleistung der Ederlsdorfer Wehr. In 30 Jahren hätten sich die Brandeinsätze in Bayern verdreifacht, während die technischen Hilfeleistungen um das Siebenfache angestiegen seien. Auch stellten die Feuerwehr-Vereine einen entscheidenden Faktor im gesellschaftlichen Leben dar. Die Feuerwehren seien mittlerweile die größte „Bürgerinitiative“ in Bayern geworden.

Auch Kreisbrandinspektor Franz Klinger aus Untergriesbach überbrachte Glückwünsche ehe Kommandant Hans Bauer allen dankte, die diesen Schulungsraum ermöglichten. Beim folgenden stimmungsvollen Dorffest gab es außer Musik, Schmankerl und Getränken auch Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto. Die Jugendfeuerwehr führte zusätzlich Spiele durch.

Bereits am 23.03.1994 wurde im Rahmen einer Unterrichtsstunde der Grundschule Nottau ein Birnbaum neben dem Schulungsraum im Beisein der Feuerwehrführungskräfte und dem Ehrenmitglied Ludwig Hofmann –der den Baum gestiftet hatte- gepflanzt. An die Aktion erinnert eine Tafel am Feuerwehrhaus.

Schulungsraum-Anbau

1996 Einsatz

Am 03. Juli 1996 wurde die freiwillige Feuerwehr zu einem Brand eines unbewohnten Hauses in Hötzmannsöd gerufen. Die Atemschutzträger, Löschmeister Ludwig Prügl (Breitwies) und Hauptfeuerwehrmann Erwin Haselböck (Ederlsdorf) konnten einen 12-jährigen Schüler aus den Flammen retten. Es wurden noch vier weitere umliegende Feuerwehren alarmiert. Die beiden Atemschutzträger wurden vom Kreisbrandinspektor Franz Klinger für ihren raschen selbstlosen Einsatz mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet.

2000 Großeinsatz der Feuerwehren

Am 21.06.2000, 4.32 Uhr, heulten die Sirenen der Feuerwehren zum Brandeinsatz auf dem Bauernhof Stemplinger in Leopoldsdorf. Neben unserer Wehr  begannen wenige Minuten später sechs weitere Feuerwehren zu löschen und Tiere zu retten. Es konnten jedoch nicht mehr alle Tiere rechtzeitig befreit werden. Von den ca. 100 Rindern kamen 17 Jungtiere

in den Flammen ums Leben. Die übrigen Tiere wurden mit Hilfe der Atemschutzgeräteträger und sonstiger Hilfskräfte heraus getrieben und auf nahe gelegenen Weideflächen untergebracht. Scheune und Stall des Vierseithofes brannten bis auf die Grundmauern nieder. Auch ein Teil des  Nachbaranwesens Wohlstreicher wurde ein Opfer der Flammen. Funkenflug und große Hitze entzündeten die Gerätescheune. Sie stand nur etwa vier Meter vom Brandherd entfernt. Traktor und verschiedene landwirtschaftliche Geräte verbrannten ebenfalls.

Dass das Feuer dennoch nicht auf das Nebengebäude und das Wohnhaus des Hofes übergriff, war der guten Löschwasserversorgung und dem beherzten Einsatz der Feuerwehrmänner zu verdanken. Von unserer Wehr waren 45 Mann im Einsatz. Unsere Kommandanten Johann Bauer und Johann Meisinger hatten abwechselnd die Einsatzleitung für alle Feuerwehren übernommen.

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2000/ 2001 120-jähriges Bestehen, Weihe des Mehrzweckfahrzeuges 11/1, VW Kombi und der neuen Sirene

Am 18.03.2000 beschloss die Vorstandschaft der Feuerwehr den Ankauf eines gebrauchten Mannschaftstransportwagens VW Kombi. Dieser Beschluss wurde 2001 umgesetzt. Im Rahmen des traditionellen Grillfestes beim Feuerwehrhaus im August 2001 konnte die Ederlsdorfer Wehr gleich drei Anlässe feiern. Erstens besteht die Wehr seit 120 Jahren, zweitens wurde mit Eigenmitteln und großzügigen Spenden ein Mehrzweck-Fahrzeug VW Kombi, Baujahr 1999 mit 75 PS gekauft und drittens prangte eine neue moderne Sirene auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses. Zu Beginn der Feier, die im Beisein vieler Ehrengäste stattfand, wurde  im Pausenhof der Schule ein Gottesdienst  gefeiert, der von Pfarrer Josef Remberger zelebriert und von der Bläsergruppe der Marktkapelle Obernzell umrahmt wurde. Remberger sagte in seiner Predigt, dass die Feuerwehren zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit seien, ihren Mitmenschen Schutz zu gewähren. Für dieses Engagement dankte er ihnen im Nahmen der Pfarrei. Nach dem feierlichen Gottesdienst segnete der Pfarrer das neue Mehrzweckfahrzeug und die Sirene.

Feuerwehrvorstand Otto Schätzl sagte, dass nur durch die Spendenbereitschaft der Geschäftsleute und der Privatpersonen sowie durch die Unterstützung der Gemeinde der langgehegte Wunsch nach einem Mehrzweckfahrzeug in Erfüllung gehen konnte.

Kommandant Johann Bauer bedankte sich bei allen, die beim Umbau des Fahrzeuges mitgeholfen hatten. Stellvertretend für alle fleißigen Helfer sei Gerätewart Franz Leithenmüller genannt.

An die offizielle Feier schloss sich ein gemütlicher Frühschoppen an. Nachmittags hatten die Kinder viel Spaß bei den Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto. Den musikalischen Ausklang gestaltete das Duo „Gin Tonic“.

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2002 Einsatz bei der Flutkatastrophe

Einen Großeinsatz hatte die Feuerwehr Ederlsdorf bei der Flutkatastrophe vom 12. bis 14. August 2002 zu bewältigen.

Die Hochwasserlage im Landkreis Passau war kritisch. Starke Regenfälle hatten Tage zuvor die Bäche und die Donau in bedrohliche Höhe ansteigen lassen. Es wurde schließlich der Katastrophenalarm für den Landkreis Passau ausgerufen.

In Steinbruck wurde am 12. August die Staatstraße 2319 von der Flut weggerissen. Dies löste gegen 13.00 Uhr eine Sturzflut des Eckerbaches im Bereich Hammermühle und Obernzell aus und verwüstete alles was im Wege stand. Schlamm und Wasser rissen Gartenhäuser, Autos und Bäume um und drangen meterhoch in die Wohnungen ein. Ein Obernzeller Feuerwehrauto  wurde von der Flut mitgerissen und landete völlig demoliert in einem Holzschuppen des Anwesen Ratzinger, Hammermühle. Zum Glück konnten sich alle Personen in Sicherheit bringen.

Alle umliegenden Feuerwehren waren mehrere Tage im Einsatz.Die Ederlsdorfer Wehr war am 12.08.2002 mit 32 Mann, am 13.08.2002 mit 44 Mann und am 14.08.2002 mit 38 Mann pausenlos im Einsatz. Neben den Einsätzen im Markt konzentrierte sich die Hilfe beim Anwesen Ratzinger, Hammermühle. Riesige Mengen von Schlamm und Geröll mussten beseitigt werden.

Im Dezember 2003 bedankte sich stellvertretender Landrat Günther Kohl im Namen von Innenminister Otto Schilly für die „besonders aufopfernde Hilfe bei der Abwehr von Gefahren und der Beseitigung von Schäden anlässlich der Flutkatastrophe im August 2002“ mit der Einsatzmedaille Fluthilfe 2002.

Auch 1. Bürgermeister Manfred Riedl bedankte sich bei den Feuerwehren aus dem Gemeindebereich und der gesamten Region für große Einsatzbereitschaft bei der Flutkatastrophe am Eckerbach.

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2003 Vorbeugender Brandschutz

Am 03. Mai 2003 wurde im Rahmen des Jahresübungsplanes eine Praxisübung zum vorbeugenden Brandschutz durchgeführt. Dazu wurden auch die Lehrkräfte der Schule sowie interessierte Frauen und Männer eingeladen. Hauptsächlich wurde die richtige Handhabung von Feuerlöschern gezeigt. Zudem wurden praktische Tipps zur Bekämpfung von möglichen Bränden im Haushalt vermittelt.

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2003 Baggerbrand in Nottau

Am 17.05.2003 wurde die Wehr zu einem Baggerbrand am Ortsausgang Nottau in Richtung Leopoldsdorf gerufen. Mit dem Einsatz des schweren Schaumrohr konnte der Brand schnell bekämpft werden.

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2003 Großübung in Breitwies

Anfang September 2003 fand eine Großübung in Breitwies statt. Die Ausarbeitung dieser Großübung übernahm 2. Jugendwart Thomas Summer (FF Ederlsdorf) und Jugendwart Wolfgang Pilsl (FF Untergriesbach). 13 Feuerwehren aus den umliegenden Orten und aus Österreich mit rund 80 Jugendlichen und 40 Feuerwehrleuten kamen. Vom Figerbach bis Breitwies wurden über 1000 Meter B-Leitungen verlegt, dazu kamen noch aus Rackling über 1200 Meter. Die Einsatzleitung hatte Kommandant Johann Bauer (FF Ederlsdorf). Als es „Wasser Marsch“ hieß, entstand ein imposantes Bild: Von allen Seiten prasselte das Wasser auf das Anwesen von Ludwig Prügl / Franz Hutterer nieder. Die Jugendlichen gaben ihr Bestes, sodass es von Seiten der Einsatzleitung keine Beanstandungen gab. Die anwesenden Führungskräfte  Kreisbrandinspektor Fritz Stemplinger, Kreisbrandmeister Horst Reschke, Kreisjugendwart Robert Anzenberger und auch Bürgermeister Manfred Riedl zeigten sich ebenfalls sichtlich angetan von der gezeigten Leistung in Breitwies.

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2004 Brandeinsatz

Am Karfreitag, den 09.04.2004 um 14.35 Uhr brannte es  beim Anwesen von Estrich- und Putzbetrieb Josef Böhmisch in Obernzell. Eine defekte Friteuse löste den Brand in der vermieteten Obergeschosswohnung aus. Das Feuer war auch auf das übrige Betriebsgebäude übergesprungen. Die Brandbekämpfung gestaltete sich als äußerst schwierig, da die Flammen unter dem Blechdach immer wieder aufloderten. So musste der Brand auch von Innen her bekämpft werden. Von unserer Wehr waren insgesamt 28 Feuerwehrmänner im Einsatz. Dabei waren die acht anwesenden Atemschutzgeräteträger besonders gefordert. Der Einsatz dauerte gut fünf Stunden.

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2004 Österreichisches Leistungsabzeichen

Am Samstag, den 10.7.2004 erbrachte die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf beim 42. Oberösterreichischen Landes-Feuerwehr-Leistungsbewerb in Schärding eine tolle Leistung. Von den 28 teilnehmenden Gäste-Gruppen aus Deutschland, Polen, Tschechien und Südtirol errang die Gruppe der Ederlsdorfer Wehr in der Wertungsgruppe 2 (in voller Schutzausrüstung) den ersten Platz. Der Erfolg kam nicht von ungefähr, die Wehr übte zuvor mehrere Monate unter der Leitung des stellvertretenden Kommandanten Franz Leithenmüller (Rackling) und Löschmeister Walter Haselböck (Ederlsdorf). Dabei wurde am 16.04.2004 in Rackling eine Vorabnahme durch die anwesenden österreichischen Feuerwehrführungskräfte der FF Pyrawang, Brandrat Günter Unterholzner und Oberbrandinspektor Manfred Feichtinger durchgeführt.

Den Erfolg feierte man am Abend ausgiebig im Festzelt anlässlich des 125-jährigen Gründungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Erlau.

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Von links: Florian Höpfl, Christian Kirchberger, Andreas Schätzl, Stefan Kirchberger, Egon Anetzeder, 2. Vorstand Ludwig Prügl, KBM Horst Reschke, 1. Kommandant Johann Bauer, 2. Kommandant und Gruppenführer Franz Leithenmüller, Johannes Bauer, Felix Ranamüller, Johann Sterl und Harald Hell

2005 Bayerisches Feuerwehrleistungsabzeichen

Seit der ersten Ausbildung zum Erwerb des bayerischen Leistungsabzeichen im Jahre 1963 wurde von den amtierenden Kommandaten Johann Mitterbauer (Hötzmannsöd), Georg Wohstreicher (Leopoldsdorf) und Johann Bauer (Rackling) eine kontinuierliche Ausbildung zum Erwerb der verschiedenen Stufen des bayerischen Leistungsabzeichen durchgeführt. Dadurch konnte u. a. der hohe Ausbildungsstand der Wehr erreicht werden.

Am Samstag, 17.09.2005 legten beispielsweise wieder vier Löschgruppen der Ederlsdorfer Wehr das bayerische Feuerwehrleistungsabzeichen „Die Gruppe im Löscheinsatz“ in den verschiedenen Stufen erfolgreich ab.

Die Ausbildung und Vorbereitung dazu lag in den bewährten Händen von 1. Kommandanten Johann Bauer und 2. Kommandanten Franz Leithenmüller. Während bei der Prüfung der Stufe 1 die jeweiligen Positionen bereits vorgegeben sind, entschied bei den anderen Stufen 2 bis 5 das Los über die Aufgabenstellung, sei es als Melder, Angriffs-, Wasser- oder Schlauchtrupp. Unter der Kontrolle des Schiedsgerichts mit den Kreisbrandmeistern Horst Reschke (Obernzell), Josef Maderer (Büchlberg) und Lothar Venus (Wegscheid) bewältigten die Wehrmänner die gestellten Aufgaben innerhalb der geforderten Werten.

Das Abzeichen der höchsten Stufe 6 gold/rot erwarb Gruppenführer Johannes Pfell, Maschinist Harald Hell und Harald Meisinger. Die Stufe 5 erreichte Gruppenführer Thomas Summer, Ewald Jellbauer, Stefan Kirchberger, Christian Duschl, Christian Kainz, Stephan Pfell und Michael Seitz. Stufe 4 absolvierte Michael Stemplinger. Stufe 3 legte Maschinist Christian Kirchberger, Josef Kainz jun., Felix Ranamüller, Andreas Schätzl, Johannes Unfried, Johann Atzinger, Florian Höpfl und Egon Anetzeder ab. Stufe 2 erwarb Johannes Bauer. Stufe 1 Bronze legten Martin Sterl, Jürgen Resch und Thomas Andorfer ab.Die Leistungsabzeichen-Verleihung wurde danach von den Kreisbrandmeistern Reschke, Maderer und Venus vorgenommen. 2. Bürgermeister Josef Würzinger und 2. Vorstand Ludwig Prügl waren aufmerksame Beobachter und würdigten in ihren kurzen Ansprachen die gezeigten Leistungen.

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2006 Katastrophenalarm wegen Schneechaos

Am 09. Februar 2006 wurde vom Landrat des Landkreises Passau der Katastrophenalarm wegen der nicht mehr zu bewältigenden großen Schneemassen ausgerufen. Unzählige Gebäude waren wegen der bis zu 1,50 Meter hohen Schneelast einsturzgefährdet.

Aus Sicherheitsgründen wurde die Grundschule in Nottau am 09. Februar 2006 geschlossen und das Dach vom Schnee befreit. Es waren dazu auch die Gemeindefeuerwehren Obernzell und Erlau mit eingesetzt. Rund 50 Mann waren bei diesem Einsatz vor Ort. Im Landkreis schufteten rund 1200 Einsatzkräfte fast ohne Pause.  Dies war die bedrohlichste Situation seit über 25 Jahren. Die Ederlsdorfer Wehr war noch mehrere Tage unterwegs und hatte insgesamt gut 50 verschiedene Einsätze in der Region. Als Einsatzleiter waren 2. Kommandant Franz Leithenmüller und 1. Kommandant Johann Bauer eingesetzt.

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2006 Wissenstest in Esternberg (Oberösterreich)

Am Samstag, den 08.04.2006 nahmen zwei Kameraden der Jugendfeuerwehr in der Altersklasse bis 16 Jahre  als ausländische Gruppe am Wissenstest der Stufe Gold  in Esternberg (Oberösterreich) mit sehr gutem Erfolg teil. Insgesamt mussten 10 verschiedene Stationen durchlaufen werden. (z. B. zu den Themen: Allgemeinwissen, Dienstgrade, Kleinlöschgeräte, vorbeugender Brandschutz, Nachrichtenübermittlung, Verkehrserziehung, Erste Hilfe, Orientierung im Gelände und gefährliche Stoffe)

Die beiden Jugendwarte Christian Kirchberger und Felix Ranamüller übernahmen im Vorfeld die Unterweisungen zum anspruchsvollen Wissenstest. Stellvertretender Kommandant Franz Leithenmüller und Gerätewart Harald Hell waren als aufmerksame Beobachter mit dabei.

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Von links: Stellvertretender Kommandant Franz Leithenmüller, Stefan Wohlstreicher, Michael Stockbauer und Jugendwart Christian Kirchberger

Traditionelle Vereinsaktivitäten

Christbaumversteigerung

Aus dem Protokollbuch und aus dem Dienstbuch der Feuerwehr Ederlsdorf  geht hervor, dass von 1954 bis 1968 immer wieder meist am Stephanietag 26.12. eine Christbaumversteigerung im Vereinslokal Wagner in Rackling stattfand.

Ball der Vereine

Bei der Generalversammlung am 14.12.1975 wurde beschlossen, zusammen mit dem TSV Nottau einen „Ball der Vereine“ abzuhalten. Die Vorstandschaft wurde beauftragt, diesbezüglich Gespräche mit Vertretern des TSV Nottau aufzunehmen. Dies war sozusagen die Geburtsstund des gemeinsamen Faschingsballes.Bis heute ist dieser Ball der absolute Höhepunkt des Faschings im Edersldorfer  Bereich.

Kameradschaftsabend

Der erste Kameradschaftsabend fand im Jahre 1960 statt.

Der damalige Pächter der Jagd Ludwig Kinateder (Leizesberg) teilte mit, dass er der FF Ederlsdorf kostenlos ein Reh zur Verfügung stellen werde. Kommandant Johann Mitterbauer erklärte, dass er dieses Geschenk bei einem Kameradschaftsabend in Form eines Rehragout servieren lassen werde.

Seit dieser Zeit, also nun schon 46 Jahre ist der Kameradschaftsabend fester Bestandteil im Veranstaltungskalender.

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Heustadlfest (Tennenfest)

Bereits in den siebziger Jahren wurden Tennenfeste beim Vereinslokal Wagner in Rackling durchgeführt. Im Jahre 1987 wurde diese Veranstaltung dann in Verbindung mit der 1. Racklinger Quizwanderung wiederbelebt. Die Veranstaltung wurde dann bis 1991 fortgeführt.

Gottesdienst für verstorbene Mitglieder

1987 wurde der Gottesdienst in der Dorfkapelle Rackling  für verstorbene und gefallene Mitglieder eingeführt.

Angeschlossen haben sich die Vereine Altschützen Rackling und EC Rackling. Der jährliche Treffpunkt dazu ist beim Vereinslokal Wagner in Rackling. Von dort aus marschieren mit musikalischer Begleitung der Marktkapelle Obernzell die Vereine zur Dorfkapelle. Die Pfarrer von Obernzell und Schaibing zelebrieren abwechselnd den Gottesdienst.

Im Anschluss gibt es ein gemütliches Beisammensein im Heustadel mit Spannferkel-Essen und kühlen Getränken.

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Grillfeste

Am 15.08.1992 wurde erstmals ein Grillfest vor dem Feuerwehrhaus in Nottau veranstaltet.

Aufgrund des hervorragenden Erfolges wurde die Veranstaltung mittlerweile zur festen Größe bei den jährlichen Vereinsaktivitäten. Im Jahr 2003 verlegte man den Veranstaltungsort in die überdachte Tribüne beim Sportplatz.

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Sonnwendfeuer

Im Jahr 2001 wurde erstmals die traditionelle Veranstaltung der Landjugend Nottau von der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf durchgeführt.

Bei schönem Wetter und traumhafter Fernsicht genießen die Einheimischen wie auch Urlaubsgäste die Feier. Für das leibliche Wohl sorgt 1. Kommandant Johann Bauer mit den vielen Helfern. Bei Hintergrundmusik gibt es gute Gelegenheit zu einem gemütlichen Plausch. Die Kleinsten unter den Besuchern erwarten mit Spannung den Höhenpunkt des Abends, das Entzünden des Sonnwendfeuers. Auch auf den gegenüberliegenden Hügeln sieht man meist die Feuerzungen flackern.

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Nikolausdienst

Nachdem die Landjugendgruppe Nottau aus personellen Gründen, den im Ederlsdorfer Bereich eingeführten Nikolausdienst, nicht mehr durchführen konnte, entschloss sich die Freiwillige Feuerwehr diesen Dienst zu übernehmen.

Seit 1999 werden nun jährlich am 5. Dezember Nikolaus- Hausbesuche im Ederlsdorfer Bereich mit steigender Nachfrage durchgeführt.

Meist sind vier Nikolausgruppen eingesetzt.

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Preisschafkopfturnier

Seit 1997 wird jährlich ein Preisschafkopfturnier im Feuerwehrhaus in Nottau durchgeführt. Die Beteiligung ist mit 10-15 Tischen gut. Es gibt traditionell nur Sachpreise zu gewinnen.

Starkbierfest

Die Vorstandschaft hat sich im Jahr 2001 entschlossen, ein Starkbierfest im Feuerwehrhaus in Nottau zu veranstalten. Wegen der sehr guten Resonanz hat die Veranstaltung bis heute seinen festen Platz bei den Vereinsaktivitäten. Als Fastenprediger konnte bis heute Otto Hell (Rackling) gewonnen werden. Für lustige Einlagen sorgen Heidi Bauer, Katrin Kainz und Kathrin Trautner.Darüber hinaus spielen Musiker zünftig auf.Es gibt traditionell Schweinshax`n, gegrillte Ripperl, Speckbrote und Schmalzbrote sowie eine reichhaltige Getränkeauswahl. Das Starkbier wird von Jahr zu Jahr von einer anderen Brauerei bezogen.

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2009 Beginn Neubau des Feuerwehrgerätehaus

Nach längerer Planungsphase wurde anlässlich der Vorstandssitzung der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf am Mittwoch, 11. Juni 2008 einstimmig beschlossen, einen Antrag  auf Anbau des Feuerwehrhauses an die Marktgemeinde Obernzell  zu stellen.

Nachfolgend die Punkte, die diesen Anbau notwendig machten:

  • Der nicht vorschriftsmäßig vorhandene Stellplatz für unser Mehrzweckfahrzeug VW-Kombi 11/1. Nach dem Bay. Feuerwehrgesetz ist für jedes Feuerwehrfahrzeug ein separater Stellplatz mit Ausfahrt zwingend notwendig.
  • Die derzeitige Platzsituation im Gerätehaus war aufgrund der erweiterten Zusatzgeräte bzw. Ausrüstungsgegenstände nicht zufriedenstellend.
  • Durch die stark gestiegene Mitgliederzahl vor allem im Aktiven-/Jugendbereich (derzeit 102 Aktive) werden dringend mehr Spinde/Kleiderschränke für die persönliche Schutzausrüstung benötigt.
  • Umgestaltung/ Modernisierung des derzeitigen Schulungsraumes
  • Die bedarfsgerechte Schaffung eines Büroraumes mit Archiv für Kommandant und Vorstand
  • Erweiterung der Sanitäreinrichtung
  • Die Schaffung eines ansprechenden Eingangsbereichs mit Ausstellungsfläche für die erste Saug- und Druckpumpe aus dem Jahre 1908 und entsprechende Platzierung des Fahnenschrankes
  • Erweiterung des Stauraums für diverse Gegenstände

Im Herbst 2008 fand dann zunächst ein erstes Informationsgespräch im Rathaus mit dem 1. Bürgermeister Josef Würzinger sowie dem 1. Kommandanten Johann Bauer und 2. Kommandanten  Franz Leithenmüller statt.

Bei den Vorstandssitzungen am 08.01.2009  und am 25.01.2009 wurde dann der Finanzierungsplan   erarbeitet und beschlossen.

Nach dem abgeschlossenen Genehmigungsverfahren wurde dann das Projekt in einer Gemeinschaftsleistung mit der Marktgemeinde Obernzell in den Jahren 2009 – 2011 realisiert.

Als „Baustellenmanager“ seitens der Freiwilligen Feuerwehr Ederlsdorf wurde Kommandant Franz Leithenmüller von der Vorstandschaft beauftragt.

Die von der Marktgemeinde getragenen Baukosten belaufen sich auf  151.162 Euro, der Zuschuss der Regierung von Niederbayern betrug 20.000 Euro und vom Landkreis Passau wurde ein Betrag in Höhe von 2.500 Euro geleistet. Die  Spenden betrugen 4.596 Euro.

Die Freiwillige Feuerwehr Ederlsdorf leistete dazu rund 11.500 Arbeitsstunden und 450 Maschinen- und Gerätestunden. Von der Feuerwehr-Vereinskasse wurden   zudem 52.000 Euro an Barmitteln zur Maßnahme beigesteuert

Feuerwehrhaus in Nottau

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